Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz bringt Bewegung in Deine Stromrechnung. Gute Nachrichten: Es wird günstiger. Noch bessere Nachrichten: Du kannst jetzt noch mehr selbst gestalten. Was sich für Dich ändert und wie Du davon profitierst, erfährst Du hier.

15.02.2025, Christoph Weiß 

2026 wird das Jahr, in dem Strom endlich zu dem wird, was er sein sollte: bürgernah, regional und fair. Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz macht’s möglich. Als OurPower gestalten wir diesen Weg seit 2018 mit – und ab heuer kannst Du noch einfacher mitmachen.

In diesem Beitrag erfährst Du:

  • Was sich auf Deiner Stromrechnung ändert (Spoiler: wird günstiger!)
  • Wie Du mit simplen Tricks noch mehr sparst
  • Welche neuen Möglichkeiten Du ab Oktober hast

Das ändert sich für ALLE Stromkund:innen

Deine Rechnung wird günstiger

Die gute Nachricht zuerst: Die Elektrizitätsabgabe sinkt deutlich – von 1,80 auf 0,12 Cent pro Kilowattstunde. Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet das rund 70 Euro Ersparnis pro Jahr. Automatisch. Ohne dass Du etwas tun musst.

Anders verhält es sich mit den Netzkosten. Hier steigt die Leistungspauschale um 7,20 € pro Jahr an und die Netzentgelte erhöhen sich im Österreichschnitt um etwa 1 %. (Wobei Anstieg oder Reduktion je Netzgebiet stark schwanken.)

20% sparen im Sommer mit dem Sommer-Nieder-Arbeitspreis

Hier wird’s spannend: Von April bis September bekommst Du zwischen 10 und 16 Uhr 20% Rabatt auf die Netzkosten. Das sind im Schnitt fast 2 Cent pro Kilowattstunde.

Was heißt das konkret? Verlagere stromintensive Tätigkeiten in diese Zeit:

  • Waschmaschine und Geschirrspüler laufen lassen
  • E-Auto laden
  • Wärmepumpe oder Klimaanlage nutzen
  • Backen, Kochen, Bügeln

Je mehr Strom Du mittags nutzt, desto mehr sparst Du. Und nebenbei hilfst Du dem Stromnetz, den vielen Sonnenstrom sinnvoll zu nutzen.

Wichtig: Dein Smart Meter muss dafür auf „Opt-In“ geschaltet sein (Viertelstundenmessung). Das kannst Du bei Deinem Netzbetreiber beantragen – dauert meist nur einen Anruf. 

Speziell für PV-Anlagenbesitzer:innen

Eigenverbrauch wird noch wichtiger

Hast Du bereits eine Photovoltaik-Anlage? Dann ändert sich für Dich zunächst nichts. Planst Du aber eine neue oder größere Anlage (ab 7 kWp)? Dann gilt ab sofort: Verbrauche möglichst viel Deines Solarstroms selbst – besonders mittags.

Der Grund: Bei größeren Anlagen darf der Netzbetreiber die Einspeisung zur Mittagszeit auf 70% begrenzen. Wenn Du aber mindestens 30% Deines Solarstroms selbst nutzt, passiert gar nichts. Der Mittags-Rabatt und die PV-Regelung passen also perfekt zusammen.

Keine Sorge wegen Netzkosten

Haushaltsübliche PV-Anlagen (bis 20 kW) zahlen auch weiterhin keine Netzkosten für die Einspeisung.

Dieses Modell wurde nach langer Diskussion angepasst. In der beschlossenen Fassung des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (§75a) wurde eine Ausnahme für PV-Anlagen bis 20 kW netzwirksamer Leistung festgelegt. Haushaltsübliche PV-Anlagen liegen im Normalfall darunter. Darüber wird ab dem Jahr 2027 ein Versorgungsinfrastrukturbeitrag verrechnet, der ein Ausmaß von maximal 0,05 ct/kWh netto einnehmen wird.

Hinweis: Wenn Du prüfen möchtest, ob Deine PV-Anlage in die Regelung fällt: Die netzwirksame Leistung ist in Deinem Netzanschluss- und Netzzugangsvertrag mit dem Netzbetreiber vereinbart. Die Modulleistung wiederum ist die Gesamtleistung deiner PV-Anlage in kWp.

Peer-to-Peer Verträge machen Strom teilen noch einfacher

Und zuletzt noch zur großen Neuerung: Ab Oktober 2026 werden sogenannte Peer-to-Peer Verträge eingeführt. Konkret bedeutet das:

  • Peer-to-Peer Verträge ermöglichen Dir – auch ohne Verein oder ähnlichem (!) – Strom zu teilen zu selbst festgelegten Preisen, wenn Strom gleichzeitig erzeugt und verbraucht wird (wie bei den Energiegemeinschaften).
  • Bürgerenergiegemeinschaften und Peer-to-Peer Verträge können im Nahbereich liegen und damit eine Reduktion der Netzkosten bieten.
  • Aber nur Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen und Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften profitieren weiterhin vom Entfall der Elektrizitätsabgabe und des Ökostromförderbeitrags.

Ab Oktober genügt also schon ein Vertrag, um Strom mit Deiner Familie, Freund:innen oder Bekannten zu teilen. Das ist eine deutliche Vereinfachung, denn der Aufwand für eine Energiegemeinschaft lohnt sich häufig nur dann, wenn viele Menschen involviert sind. Bald können auch kleine Gemeinschaften mit vertretbarem Aufwand Strom handeln.

Wir bei OurPower arbeiten schon heute daran, Dir das Stromteilen mit Peer-to-Peer Verträgen ab Herbst 2026 zu ermöglichen. Wenn Du Interesse daran hast, dann schreibe uns eine kurze Nachricht (info@ourpower.coop) und Du kannst eine:r der Ersten sein, die vom neuen Modell profitieren!

Aus Strom wird Gemeinschaft. 2026 ist der perfekte Zeitpunkt.

Die Botschaft ist klar: Nutze Strom dann, wenn die Sonne scheint. Das spart Geld, entlastet die Netze und bringt uns der Energiewende näher.

Egal ob Du:

  • „nur“ Strom beziehst → Nutze den Sommer-Nieder-Arbeitspreis
  • Eine PV-Anlage hast → Verbrauche Deinen Sonnenstrom selbst
  • Strom teilen willst → Wähle ab Oktober Deinen Weg mit OurPower

Noch nie war es so einfach, Teil der Energiewende zu sein.

Dein nächster Schritt

Schon jetzt aktiv werden? Komm zum OurPower Marktplatz und beziehe 100% Ökostrom aus Deiner Region. Ohne Wartezeit, ohne Komplexität.

Hast du Fragen zu den Neuerungen? Schreib uns unter info@ourpower.coop – wir helfen Dir gerne weiter!

Werde auch Du Mitglied von OurPower und gestalte mit uns die Bürger*innen-Energiewende.

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