David gegen Goliath: Wie Bürger:innen den Strommarkt verändern
Die Energiewende gelingt dann, wenn Strom dort erzeugt, genutzt und gehandelt wird, wo Menschen leben. Im Interview mit AUSTRIAN business WOMAN spricht OurPower Vorständin Hemma Bieser über die Zukunft der Bürger:innen Energie, den Kampf gegen etablierte Energiekonzerne und die Chancen des neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes.
Jede Kilowattstunde stärkt unsere Unabhängigkeit
Die Energiewende wird von vier Entwicklungen geprägt: Dezentralisierung, Dekarbonisierung, Digitalisierung und Demokratisierung. Immer mehr Menschen produzieren ihren eigenen Strom mit Photovoltaik und nutzen ihn direkt vor Ort. Das reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten und macht das Energiesystem krisenfester. Plattformen wie der OurPower-Marktplatz ermöglichen es, regional erzeugten Ökostrom direkt zwischen Erzeuger:innen und Verbraucher:innen zu handeln.
Warum Genossenschaften anders wirtschaften
Genossenschaften schaffen Vertrauen, weil sie ihren Mitgliedern gehören. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und jede Person kann mitentscheiden. Während große Energiekonzerne bestehende Strukturen verwalten, entwickelt OurPower neue Wege für einen demokratischen Energiemarkt und zeigt, wie Bürger:innen-Energie in der Praxis funktionieren kann.
ElWG bringt Rückenwind, Bürokratie bremst
Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz stärkt die Bürger:innen-Energie und eröffnet neue Möglichkeiten für dezentrale Stromversorgung. Gleichzeitig erschweren fehlende oder verzögert bereitgestellte Energiedaten durch Netzbetreiber viele innovative Angebote. Gerade hier braucht es raschere Prozesse, damit neue Modelle ihr volles Potenzial entfalten können.
Family&Friends macht Stromteilen einfacher
Mit dem Family & Friends-Angebot können Haushalte ihren selbst erzeugten Solarstrom an weitere eigene Standorte oder an Familienmitglieder weitergeben. So lässt sich beispielsweise überschüssiger Strom vom Eigenheim direkt an studierende Kinder in einer Stadtwohnung weiterreichen. Dieses Modell wurde von OurPower früh entwickelt und findet inzwischen auch im ElWG Berücksichtigung. Genauere Infos zum Family&Friends-Angebot findest du hier.
Die Energiewende braucht Vielfalt
Für den Umbau des Energiesystems reicht technisches Know how allein nicht aus. Innovation entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Neben Ingenieur:innen braucht es Kommunikation, Community Management, Design und Sozialwissenschaften. Nur so entstehen Lösungen, die für die gesamte Gesellschaft funktionieren und allen Menschen Teilhabe ermöglichen.
Das vollständige Interview kannst zu hier nachlesen:
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